Tiefer Grund „Der tiefe Grund, zwischen Hohnstein und Schandau”

Adrian Ludwig Richter -
Radierung, 1822
15,1 x 10,7 cm (Darstellung)
20,5 x 17,0 cm (Blatt)

70,00 €
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Werk


„Der tiefe Grund, zwischen Hohnstein und Schandau"

Historische Ortsansicht. Radierung, 1822. Von Adrian Ludwig Richter, nach Carl August Richter. 15,1 x 10,7 cm (Darstellung) / 20,5 x 17,0 cm (Blatt).

Aus: Richter, Adrian Ludwig: 70 mahlerische An- und Aussichten der Umgegend von Dresden in einem Kreise von sechs bis acht Meilen. (Dresden: Arnoldische Buchhandlung 1822)

Unterhalb der Darstellung nummeriert, sowie um die Künstlerangaben "C.A.R. des." unten links und "A.L.R. del." unten rechts. Auf dem aufkaschierten Textblatt deutsch und unten französisch betitelt. Malerische und detailverliebte Ansicht des Tiefen Grundes in der sächsischen Schweiz, in der typisch-romantischen Manier des berühmten Dresdner Künstlers und Vedutenmalers und seines Vaters. Staffage vervollständigt die Szenerie.

Textblatt links von der Darstellung angehängt. Am linken Rand etwas fleckig. Ganzseitig leicht gebräunt. Insgesamt in einem gutem Erhaltungszustand.

Künstler


Richter, Adrian Ludwig - (1803 Dresden - 1884 Dresden). Bedeutender Maler, Zeichner und Grafiker der deutschen Romantik und des Biedermeier. Sohn des Zeichners und Kupferstechers Carl August Richter. Nach der Schulzeit begann er 1815 als Lehrling seines Vaters, studierte daneben an der Kunstakademie in Dresden. 1820/21 begleitete er den russischen Fürst Narischkin als Zeichner auf einer Reise nach Paris. 1823-26 reiste er nach Italien, wo er unter anderen mit Joseph Anton Koch und Julius Schnorr von Carolsfeld zusammentraf. Dies prägte seine idealistisch-harmonische Landschaftsauffassung. 1828-35 lehrte er an der Zeichenschule der Porzellanmanufaktur in Meißen, wo Gottfried Pulian zu seinen Schülern zählte. 1826 wurde er als Lehrer für Landschaftsmalerei an die Dresdner Kunstakademie berufen. Für die Reihe "Das malerische und romantische Deutschland" des Leipziger Verlegers Georg Wigand schuf er die Ansichten für die Bände zu Harz, Franken und Riesengebirge. In den späten 1830er Jahren begann er mit Holzschnitt-Illustrationen für Bücher, die ihn unter einem größeren Laienpublikum in Deutschland bekannt machten. Schließlich wurde er zum Professor für Landschaftsmalerei in Dresden ernannt. 1873 musste er aufgrund eines Augenleidens mit dem Malen aufhören und schied 1876 aus der Kunstakademie in Dresden aus.

Richter, Carl August - (1770 Wachau bei Dresden - 1848 Dresden). Deutscher Zeichner, Kupferstecher, Illustrator und Landschaftsmaler. Vater von Adrian Ludwig Richter. Schüler von Adrian Zingg. Seit 1810 Mitglied der Dresdner Akademie. 1814-34 Professor an derselben. Seit 1819 Mitglied der königlichen Gesellschaft der Freunde der Wissenschaften in Warschau.

Zuordnung


Sächsische Schweiz, Ortsansichten Sachsen, Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Elbe (Fluss)

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