Richter, Adrian Ludwig „Abendandacht vor einem Madonnenbilde. Gegend am Monte Serone”
Stölzel, Christian Ernst -Werk
„Abendandacht vor einem Madonnenbilde. Gegend am Monte Serone"
Radierung, 1835. Von Christian Ernst Stölzel, nach Adrian Ludwig Richter. 18,3 x 22,5 cm (Darstellung) / 22,9 x 27,4 cm (Platte) / 34,2 x 48,4 cm (Blatt).
Unter der Darstellung betitelt. Ferner mit den Künstlerangaben versehen und bezeichnet "Gem. v. L. Richter / Gest. v. Stölzel / Angekauft vom Saechsischen Kunstvereine auf das Jahr 1834". - Die Darstellung zeigt eine Abendandacht vor einem Madonnenbild am Wegesrand in einer typischen italienischen Landschaftszenerie der deutschen Romantik. Originaler Abzug aus der "Bilderchronik des Sächsischen Kunstvereins", 1835.
Wenig knickspurig mit kleinen Läsuren und Kleberesten am oberen Rand. Insgesamt guter Zustand.
Künstler
Richter, Adrian Ludwig - (1803 Dresden - 1884 Dresden). Bedeutender Maler, Zeichner und Grafiker der deutschen Romantik und des Biedermeier. Sohn des Zeichners und Kupferstechers Carl August Richter. Nach der Schulzeit begann er 1815 als Lehrling seines Vaters, studierte daneben an der Kunstakademie in Dresden. 1820/21 begleitete er den russischen Fürst Narischkin als Zeichner auf einer Reise nach Paris. 1823-26 reiste er nach Italien, wo er unter anderen mit Joseph Anton Koch und Julius Schnorr von Carolsfeld zusammentraf. Dies prägte seine idealistisch-harmonische Landschaftsauffassung. 1828-35 lehrte er an der Zeichenschule der Porzellanmanufaktur in Meißen, wo Gottfried Pulian zu seinen Schülern zählte. 1826 wurde er als Lehrer für Landschaftsmalerei an die Dresdner Kunstakademie berufen. Für die Reihe "Das malerische und romantische Deutschland" des Leipziger Verlegers Georg Wigand schuf er die Ansichten für die Bände zu Harz, Franken und Riesengebirge. In den späten 1830er Jahren begann er mit Holzschnitt-Illustrationen für Bücher, die ihn unter einem größeren Laienpublikum in Deutschland bekannt machten. Schließlich wurde er zum Professor für Landschaftsmalerei in Dresden ernannt. 1873 musste er aufgrund eines Augenleidens mit dem Malen aufhören und schied 1876 aus der Kunstakademie in Dresden aus.
Stölzel, Christian Ernst - (1792 Dresden - 1837 Dresden). Deutscher Zeichner und Radierer. Studierte ab 1807 bei G. A. Hölzer und seinem Vater an der Kunstakademie Dresden. Nahm 1813/14 als Soldat am Befreiungskrieg teil. Erhielt 1821 ein Reise-Stipendium. Reiste darauf mit dem Kupferstecher Nicolaus Hoff und dem Maler Gustav Hennig nach Italien, wo Zeichnungen und Radierungen nach italienischen und deutschen Meistern entstanden. Wurde 1828 zum Ehrenmitglied der Akademie Perugia ernannt. Fertigte nach seiner Rückkehr nach Dresden zwanzig Radierungen für die "Sächsische Bilderchronik" an. Wurde 1830 Zeichenmeister an der Unterklasse der Dresdner Akademie.
Zuordnung
Sächsische Romantik, Sabinergebirge, Radierkunst, Monte Serrone, Latium, Ländliches Leben, Italien, Ideale Landschaft













