Opiz, Georg Emanuel „Bauernstube”
-Werk
„Bauernstube"
Historische Malerei. Aquarell, um 1820. Von Georg Emanuel Opiz. 29,5 x 34,2 cm (Darstellung ) / 29,5 x 34,2 cm (Blatt).
Unten mittig in Feder eigenhändig signiert "Opiz in & del.". Verso diverse Sammlungsnotizen. Sehr ansprechende Arbeit des berühmten Chronisten des Biedermeier in der für ihn typischen Formensprache und Farbgebung. Schönes Sujet einer klassischen Bauernstube mit Liebe zum Detail. Unikate bildmäßige Handzeichnung.
Verso kleine Reste ehemaliger Montierung. Insgesamt gut erhalten.
Künstler
Opiz, Georg Emanuel - (1775 Prag - 1841 Leipzig). Deutscher Maler, Radierer, Kupferstecher und Lithograf. Erhielt ersten Zeichenunterricht bei Franz Karl Wolf in Prag. Ging 1793 nach Dresden und erhielt an der dortigen Kunstakademie Unterricht bei Giovanni Battista Casanova. Reiste 1798 nach Karlsbad, um vermögende Kurgäste zu porträtieren. Um 1800 in Hamburg und Bremen. 1801-03 in Wien, wo Szenen aus dem Wiener Volks- und Straßenleben entstanden, die ihn als Genredarsteller bekannt machten. 1805 ließ er sich mit seiner Frau in Leipzig nieder, wo er zunächst meist Bildnisminiaturen verfertigte. Kam 1814 nach Paris, wo die großformatigen Radierungen "Der Sturz des Bildnisses Napoleons von der Vendôme-Säule" und "Kosakenlager in den Champs-Elysées" entstanden. 1817 erschienen bei F.A. Brockhaus in Leipzig vier Umrissradierungen zu den Ersten Tagesstunden des erwachenden Pariser Lebens. 1818-30 Arbeit als Stecher bei der von Brockhaus herausgegebenen Zeitschrift Urania. 1819 erschienen als sein grafisches Hauptwerk die 24 kolorierten Umrissradierungen der Charakterszenen aus dem Leben in Paris bei Louis de Kleist in Dresden. Nach 1820 wurde er Professor an der Leipziger Kunstakademie. In dieser Zeit entstanden die bekannten Leipziger Messeszenen, die um 1825 bei Kleist in Dresden erschienen.
Zuordnung
Kunst des 19. Jahrhundert, Kostüme, Biedermeier, Bauernstube









