Kölleda „Kölleda”

Eckardtisches Tagebuch - Zittauisches Tagebuch
Kupferstich, um 1790
18 x 13,3 cm (Darstellung / Blatt)
19,5 x 15,8 cm (Blatt)

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Werk


„Kölleda"

Historische Ortsansicht. Kupferstich, um 1790. Von Friedrich Eckarth. 18 x 13,3 cm (Darstellung / Blatt) / 19,5 x 15,8 cm (Blatt).

Aus: Eckardtisches monathliches Tage-Buch. (Zittau: )

Oben mittig mit "Kölleda" betitelt. In der Kartusche mit folgendem Spruch "Sprüch Sal: 16 v. 18 / Wer zu Grunde gehen soll, wird zuvor stolz" versehen. Unterhalb der Darstellung schließen sich die Zeilen "O lerne früh den Hochmuth meiden; / Gott sieht ihn mit Verachtung an / Sieh hier an Hamann, welches Leiden / Dem Stolz zur Straffe folgen kann!" an. Das Blatt mit drei Ansichten zeigt in der oberen Hälfte ein Panorama von Kölleda, darunter links einen Herrscher, der auf einem Thron sitzend auf eine vor ihm kniende Frau zeigt und rechts einen Galgen mit einem Gehängten sowie im Vordergrund ein Wappen mit Inschrift.

Blatt altersbedingt leicht gebräunt und fleckig. Unten links mit Knickspur. Umseitig am rechten Blattrand mit vormaligen Montageresten. Insgesamt gutes Exemplar.

Künstler


Eckarth, Friedrich - (1687 Herwigsdorf bei Zittau - 1736 ebenda). Deutscher Häusler und Leinweber sowie Chronist seiner Zeit. Als Sohn eines Gärtners und Leinwebers erhielt er nur unregelmäßig Unterricht an der Dorfschule und arbeitete bereits als Kind in der Landwirtschaft. Dennoch entwickelte er ein waches Interesse für historische und theologische Schriften und erlangte schon in seiner Jugend eine große Belesenheit. Seine besondere Aufmerksamkeit galt der Heimatgeschichte, zu der er in den Jahren zahlreiche Abhandlungen verfasste, u.a. die Chroniken der Dörfer Eckersberg, Olderdorf, Pethau, Harthau und Klein-Schönau (1731-33). Als sein Hauptwerk gilt das "Eckardtische Tagebuch", auch "Zittauisches Tagebuch", eine 16-seitige Monatsschrift, die von 1731 bis 1895 unter mehrfach wechselnden Titeln erschien, "darinnen die vornehmsten Todesfäle, Vermählungen, Geburten, Promotionen, Feuerbrünste, Wasserschäden, Erdbeben, Windstürme, Donnerwetter, Luftzeichen, Mordthaten, Selbstmorde, Executionen, Schiffbrüche, Kriegs- und Friedensbegebenheiten, nebst allerhand andern seltsamen Denkwürdigkeiten von Monat zu Monat, von Tag zu Tag aus den Zeitungen und andern glaubwürdigen Nachrichten, auch theils aus eigner Erfahrung den Historien-Liebhabern zur Lust und zum Nutzen colligiret".

Zuordnung


Stadtansichten Thüringen

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