Herrnhut / Niesky / Klein Welke „Grundrisse und Prospecte der drey Evangelischen Bruder-Gemein-Orte im Marggraffthum Ober Lausiz.”

Grundrisse und Gesamtansichten -
Kupferstich, 1782
56 x 48,5 cm (Darstellung)
59,5 x 51,7 cm (Blatt)

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Werk


„Grundrisse und Prospecte der drey Evangelischen Bruder-Gemein-Orte im Marggraffthum Ober Lausiz."

Historische Ortsansicht. Kupferstich, 1782. Von Michael Keyl. 56 x 48,5 cm (Darstellung) / 59,5 x 51,7 cm (Blatt).

Links oben betitelt und näher erläutert "Herrnhut. Allererstes Etablissement der Bruder Gemeine. Graf Zinzendorff stifftete im Jahr 1722 diesen Ort, auf seines Ritterguths Bertelsdorf Bezirck. Nisky. Entstand im Jahr 1742. Hier ist das Paedagogium, und die Knaben=Anstalt der Evangelischen Bruder Unitaet. Klein-Welke. Ist zubauen angefangen worden im Jahr 1756. Der größte Theil der Bewohner sind Wenden. Aufgenommen und bey Gelegenheit des im Jahr 1782 gehaltenen Sinodi den erlauchten RechsGrafen zu Reuss Heinrich den XXVIII. den ehrwürdigen Greiss Spangenberg und der gesamten Evangelischen=Bruder Unitaet bey der Hemispheren, gewidmet von I. G. Krause Chur Sachsischer Unter Officier des Infanerie Regiments Anhalt." - "in Kupfer gestochen von M. Keyl Churf. Sächs. Zeichnungs=Meister bey der Adel. Ritter-Academie in Dresden". - Kartuschen mit Legenden in den jeweiligen Grundrissen und Prospecten. Das Blatt zeigt detaillierte und durch Legenden erläuterte Grundrisse und Gesamtansichten der Orte Herrnhut (gegen Westen), Nisky (gegen Nordosten) und Klein Welke (gegen Westen).

Buchfalten geglättet. Blatt minimal fingerspurig. Insgesamt gut erhaltenes, seltenes Exemplar.

Künstler


Keyl, Michael - (1722 Wöhrd - 1789 Dresden-Neustadt). Deutscher Zeichner und Kupferstecher. Erlernte in Nürnberg bei Johann Martin Preisler und Martin Tyroff das Zeichnen und Kupferstechen. Begleitete Preisler 1744 nach Kopenhagen, wo dieser Hofkupferstecher geworden war. Kehrte 1749 nach Nürnberg zurück und war dort v.a. für Buchverleger tätig. Heinecken berief ihn 1751 in Vorbereitung der Herausgabe des Dresdner Galeriewerkes nach Dresden. 1753 Ernennung zum Zeichenmeister der Adelichen Cadets-Compagnie in Dresden. Zeitgleich arbeitete er an der 1754 erschienenen Galeriewerk zum Kunst-Kabinett des Grafen Brühl. 1761 erschien sein mit Kupfern ausgestattetes Heft zum 1759 zerstörten Brühlschen Belvedere. Späterhin arbeitete er noch an zahlreichen Galeriewerken und Buchveröffentlichungen mit. Zu seinen Schülern zählen sein Sohn, Christian Carl Maximilian Keyl, und Karl Gröll.

Zuordnung


Oberlausitz, Landkreis Görlitz

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