Dinkelsbühl „Eigentlicher Abriß der Reichsstatt Dunckelspill”

Kupferstich - Merian
Kupferstich, um 1645
27,7 x 35,7 cm (Darstellung)
32,8 x 38,3 cm (Blatt)

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Werk


„Eigentlicher Abriß der Reichsstatt Dunckelspill"

Historische Ortsansicht. Kupferstich von Merian, um 1645. 27,7 x 35,7 cm (Darstellung ) / 32,8 x 38,3 cm (Blatt).

Innerhalb der Graphik oben links in einer reich verzierten Schmuckvignette betitelt, näher bezeichnet und mit einer Jahreszahl versehen. Bedeutende Einrichtungen der Stadt, die umliegenden Land- und Wassermassen und die an den Kampfeshandlungen beteiligten Truppenteile wurden durch Buchstaben gekennzeichnet. Die entsprechende Legende befindet sich rechts unten im Schaukasten. Ebenfalls rechts unten wurde eine Künstlerinschrift vermerkt (?Carl Henric. de. Osten ingen: Delineavit.?) Auf der rechten Blatthälfte wurde ein Wasserzeichen in das Papier eingeprägt. Übersicht der Stadt Dinkelsbühl in Bayern mit Wehranlagen und umliegenden Ländereien während des Belagerungszustandes im Jahr 1648.

Das Blatt verfügt über eine geglättete und hinterlegte Verlagsbugfalte. Die Blattkanten sind bis in den Randbereich minimal gebräunt. Links und rechts wurde das Blatt schmal zugeschnitten. Insgesamt in einem guten Erhaltungszustand.

Künstler


Merian, Matthäus - Matthäus Merian (1593 Basel - 1650 Langenschwalbach). Schweizerisch-deutscher Kupferstecher und Verleger. Schüler beim Züricher Kupferstecher Friedrich Meyer. 1610-15 Studium bei Dietrich Brentel Straßburg und bei Jacques Callot in Nancy und Paris. 1615 Entstehung seines großen Basler Stadtplans. 1616 Arbeit bei dem Verleger und Kupferstecher Johann Theodor de Bry in Frankfurt am Main und Oppenheim. Ab 1623 Fortführung des Verlagshauses de Brys in Frankfurt. Vater von Matthäus Merian dem Jüngeren, Caspar Merian sowie Maria Sibylla Merian. Merian gab eine Reihe von "Topographien" verschiedener Länder heraus; es erschienen 30 Bände mit über 2000 Stadt- und Ortsansichten. Die nach der Natur aufgenommenen Ansichten sind in der Perspektive meisterhaft und stellen oftmals die ältesten dokumentierten Ansichten der jeweiligen Orte dar. Zwischen 1633 und 1738 erschien in 21 Bänden das von Merian begründete "Theatrum Europaeum", eine umfassende Chronik der Zeit, im Besonderen des Dreißigjährigen Krieges und der Regierungszeit Ludwigs XIV. Von den 720 illustrierenden Kupfertafeln hat Merian selbst rund 140 Stück gestochen.

Zuordnung


Ortsansichten Bayern, Mittelfranken, Ansbach

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