Brig „PRYG. NATERS. Pryg Naters”
Vogelschau - Matthäus MerianWerk
„PRYG. NATERS. Pryg Naters"
Historische Ortsansicht. Kupferstich 1654. Von Matthäus Merian d. Ä.. 25,2 x 35,1 cm (Darstellung) / 34,2 x 40,2 cm (Blatt).
Aus: Merian, Matthäus : Topographia Helvetiae, Rhaetiae et Valesiae. (Frankfurt am Main: 1654), Bd. Band 1.
Mittig oben zweifach betitelt und mit Stadt- und Kantonswappen versehen. Kartentypische Kennzeichnungen bedeutender Gebäude, Land- und Wassermassen in- und außerhalb der Stadt durch Buchstaben. Die entsprechende Legende findet sich links unten in einem Schmuckband. Rechts unten befindet sich zusätzlich eine Windrose. Auf der rechten Blatthälfte wurde ein Wasserzeichen in das Papier eingeprägt. Malerische Vogelschau auf die Stadt, ihre Gebäude, umliegenden Ländereien und Anhöhen.
Das Blatt verfügt über eine geglättete und minimal gebräunte Verlagsbugfalte. Am oberen und unteren Rand unmerklich knitterspurig. Rückstände roter Schnittverzierung aus ehemaliger Bucheinbindung. Punktuelle unscheinbare Verschmutzungen innerhalb der Graphik. Insgesamt in einem guten Erhaltungszustand.
Künstler
Merian, Matthäus - Matthäus Merian (1593 Basel - 1650 Langenschwalbach). Schweizerisch-deutscher Kupferstecher und Verleger. Schüler beim Züricher Kupferstecher Friedrich Meyer. 1610-15 Studium bei Dietrich Brentel Straßburg und bei Jacques Callot in Nancy und Paris. 1615 Entstehung seines großen Basler Stadtplans. 1616 Arbeit bei dem Verleger und Kupferstecher Johann Theodor de Bry in Frankfurt am Main und Oppenheim. Ab 1623 Fortführung des Verlagshauses de Brys in Frankfurt. Vater von Matthäus Merian dem Jüngeren, Caspar Merian sowie Maria Sibylla Merian. Merian gab eine Reihe von "Topographien" verschiedener Länder heraus; es erschienen 30 Bände mit über 2000 Stadt- und Ortsansichten. Die nach der Natur aufgenommenen Ansichten sind in der Perspektive meisterhaft und stellen oftmals die ältesten dokumentierten Ansichten der jeweiligen Orte dar. Zwischen 1633 und 1738 erschien in 21 Bänden das von Merian begründete "Theatrum Europaeum", eine umfassende Chronik der Zeit, im Besonderen des Dreißigjährigen Krieges und der Regierungszeit Ludwigs XIV. Von den 720 illustrierenden Kupfertafeln hat Merian selbst rund 140 Stück gestochen.
Zuordnung
Ortsansicht Schweiz, Wallis, Brig













