Aurich „Auricum Aurich”

Gesamtansicht -
Kupferstich, altkoloriert, um 1740
15,0 x 27,3 cm (Darstellung)
23,2 x 35,7 cm (Blatt)

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Werk


„Auricum Aurich"

Historische Ortsansicht. Kupferstich, altkoloriert, um 1740. Von Johann Christian Leopold, nach Friedrich Bernhard Werner. 15,0 x 27,3 cm (Darstellung) / 23,2 x 35,7 cm (Blatt).

Innerhalb der Darstellung oben mittig im Schmuckbanner betitelt. Gebäude sind innerhalb beziffert und in den von Putten getragenen Fahnen benannt: "1. Die Residentz, 2. Die Cantzley, 3. Die Stadt-Kirche, 4. Das Echter-Thor." Unterhalb der Darstellung jeweils ein erläuternder Text in Latein und in Deutsch mit dem Stadtwappen dazwischen. Unten links mit den Angaben "Cum Privil Sacra Casar Majest.", mittig unten "F. B. Werner delin." und rechts außen "Iohann Christian Leopold excudit Aug. Vind." versehen. Die Darstellung zeigt das Weichbild der ostfriesischen Stadt im Hintergrund. Davor Felder und Gärten. Zahlreiche Staffage-Figuren bevölkern die Szenerie und den Vordergrund. Erläuternder Text unterhalb in Deutsch besagt: "Ist eine mittelmäßige Statt in Ost- Fries-Land, und die Residentz dess Fursten diesses Landes, in einer zwar rauhen, waldreichen, und unfruchtbaren, aber doch zum Jagen sehr bequem, und lustige Geged sie ligt. 3. M. von Emdem, und wird das herum liegende Land das Auricher-Land genenet. Sie hat ein feines Schloß, so mit der daselbst befindlichen Statt-Kirche, wohl zu sehen ist. Zwischen den Fürsten, und eine Theil desse Unterthane, sind vor einige Jahre grosse Irrunge entstande, die durch die Authorite dess Kajsers, und der Holländer. Im Jahr 1732 grössten Theils cessiert." Leuchtendes Kolorit.

An den Ränder minimal gebräunt. Verso mittig braunter Schmutzfleck, der Darstellung kaum beeinflusst. Insgesamt gut erhaltenes Exemplar.

Künstler


Werner, Friedrich Bernhard - (1690 Kamenz / Niederschlesien - 1776 Breslau). Bedeutender Ansichtenzeichner und -stecher. Im Auftrag des Augsburger Kunstverlags Jeremias Wolffs Erben bereiste er ab 1720 große Teile Europas und fertigte Vorlagenzeichnungen für Kupferstiche an. 1744 wurde ihm von Friedrich dem Großen der Titel Königlich Preussischer Scenographicus verliehen. 1746 wurde Werner in Breslau Hofgeometer und Königlicher Scenographus und lebte dort bis zu seinem Tode. Von großer historischer Bedeutung ist seine fünfbändige Schlesische Topographie "Silesia in Compendio seu Topographia das ist Praesentatio und Beschreibung des Herzogthums Schlesiens" mit ca. 3000 Manuskriptseiten und mehr als 1400 lavierten Tuschzeichnungen.

Leopold, Johann Christian - (1699 Augsburg - 1755 ebenda). Deutscher Kupfer- und Notenstecher sowie Kunst- und Musikverleger. Sohn des Kupferstechers und Verlegers Joseph Friedrich Leopold. Die Verlegerfamilie veröffentlichte zwischen 1710 und 1750 zahlreiche Grafiken und Städteansichten. Leopold gilt als einer der bedeutendsten Notenstecher seiner Zeit.

Zuordnung


Stadtansichten Niedersachsen, Ostfriesland, Landkreis Aurich

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